Teleskop-1×1 im Oculum-Shop
 
 
 
  Fotografieren  

Eigentlich sind die Einsteigerteleskope nicht für die Fotografie geeignet. Grund dafür sind vor allem die wackeligen Montierungen.
Es gibt zwei grundsätzliche Methoden, die man probieren kann:

Typische Versuche an Mond und Jupiter, aufgenommen mit einer 5-Megapixel Digitalkamera frei Hand am Okular, mit einem 70/700mm-Refraktor.

Digitale Kompaktkamera

  1. Himmelsobjekt in einem Okular mit großer bis mittlerer Brennweite einstellen und darauf achten, dass es in der Mitte des Gesichtsfeldes bleibt.


  2. Die Digitalkamera so über das Okular halten, dass das Bild auf dem Bildschirm optimal sichtbar wird. Eine Klemmvorrichtung (»Digiklemme«) erleichtert dies enorm.


  3. Mit dem Teleskop grob scharfstellen. Warten, bis das Bild im Okular nicht mehr nachschwingt.


  4. Sicherstellen, dass der Autofokus der Kamera das Objekt und nicht das Okular scharfstellt.


  5. Automatisch belichtete Aufnahmen machen. Diese dürfen nicht zu lang
    belichtet werden, da sonst die Verwacklungsgefahr steigt.
    Blitzfunktion ausschalten!

Nur mit viel Geduld lassen sich mit dieser Methode gute Resultate erzielen,
geeignetes Motiv ist vor allem der Mond.
Eine motorische Nachführung ist eine große Erleichterung dabei.

Optimale Ergebnisse an Mars und Saturn, aufgenommen mit einer Philips-Webcam ToUCam Pro am 70/700mm-Refraktor. Die Brennweite wurde mit einer achromatischen Barlowlinse sowie einer 100mm-Verlängerungshülse auf ca. 2000mm verlängert.

Webcam und Computer

  1. Objektiv der Kamera entfernen und durch Okularsteckhülse ersetzen.


  2. Himmelsobjekt in einem Okular mit kleiner Brennweite einstellen und darauf achten, dass es in der Mitte des Gesichtsfeldes bleibt.


  3. Okular entnehmen und gegen an Computer angeschlossene Webcam austauschen. Achtung: Das Teleskop nicht verstellen, denn das Gesichtsfeld der Webcam ist sehr klein!.


  4. Webcam über Kontrolle des Bildes am Computer am Teleskop scharfstellen. Warten, bis das Bild im Okular nicht mehr nachschwingt.


  5. Aufnahme beginnen, dabei die Belichtungszeit der Einzelbilder variieren.


  6. Mittels geeigneter Software (z.B. Giotto) beste Einzelaufnahmen der Aufnahme herausfiltern und zum Endergebnis aufaddieren.

Diese Methode funktioniert gut an Planeten und Monddetails.

 
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