Teleskop-1×1 im Oculum-Shop
 
 
 
  70/900-Refraktor parallaktisch  

Alternative Modelle

  • 60/800, z.B. Dörr Wega 800
  • 60/900, z.B. Galaxster GX60F900EQ-H, TS Luna 2
    Die etwas geringere Öffnung gegenüber dem 70mm-Teleskop ist kaum spürbar. Der Farbfehler ist bei der 60/900-Variante reduziert, das Hebelarm-Problem bleibt jedoch bestehen.
  • 70/500, z.B. Skywatcher 705EQ-1
    Das kompakte Teleskoprohr durch die kürzere Brennweite lässt sich leichter transportieren. Eine gute Übersicht bietet sich bei kleinster Vergrößerung mit einem 40mm-Okular (13x). Die maximale sinnvolle Okularbrennweite ist 4mm (125x); da auch der Farbfehler viel größer als bei 900mm-Version ist, eignet sich diese kompakte Variante wenig zur Mond- und Planetenbeobachtung.
  • 70/700, z.B. Orion Observer
    Das Teleskoprohr ist durch die kürzere Brennweite kompakter und leichter, der Farbfehler aber deutlicher als bei der 900mm-Version.
  • 80/900, z.B. Celestron Powerseeker 80EQ Die größere Öffnung ist deutlich spürbar: 130-faches Lichtsammelvermögen und 35-faches Auflösungsvermögen sind eine deutliche Steigerung gegenüber 70mm. Das größere Gewicht und das lange Teleskoprohr macht jedoch eine noch stärkere Montierung nötig, die EQ-1 ist in jedem Fall ungeeignet. Mit stabiler Montierung ist der Einsatz des 6mm-Okulars sinnvoll (150×).
60/900

Leistungsdaten

  • Öffnung = 70mm
  • Brennweite = 900mm
  • Minimalvergrößerung = 9×
  • Sinnvolle größte Okularbrennweite = 40mm (23×)
  • Maximalvergrößerung = 140×
  • Sinnvolle kleinste Okularbrennweite = 7mm (128×)
  • Lichtsammelvermögen = 100× bloßes Auge
  • Auflösungsvermögen = 30× bloßes Auge

Größere Version
Der 70/900mm-Refraktor auf parallaktischer Montierung (hier: EQ-2) mit biegsamen Wellen für die manuelle Nachführung.

entspricht u.a.:
Bresser Lyra / Celestron Astromaster 70EQ / Galaxster GX70F900EQIII-H / Skywatcher 709EQ2 / TS Jupiter 1

Preis: 120 bis 200 Euro

Vor zehn Jahren war noch das 60/900-Teleskop der klassische Einsteiger-Refraktor. Inzwischen hat sich auch durch die Einführung der azimutalen 60/700-Modelle 70mm als Öffnung etabliert.

Optik

  • Die Qualität der Teleskoplinsen ist meist ordentlich. Es konkurrieren verklebte zweilinsige Objektive, die meist in billigen Plastikfassungen untergebracht sind, und Fraunhofer-Objektive mit Luftspalt – letztere haben den deutlich niedrigeren Farbfehler.
  • Die Farbfehler halten sich aufgrund der langen Brennweite in Grenzen und sind auch bei höheren Vergrößerungen nicht störend. Einen negativen Effekt haben die blauen Höfe um die Sterne jedoch, wenn es um die Fotografie geht.

Montierung

  • Das sehr lange Teleskoprohr von fast einem Meter führt zu einer Hebelwirkung, der die meist viel zu schwachen Montierungen nicht gewachsen sind.
  • Die parallaktische Montierung erfordert ein wenigstens grobes Einnorden. Ohne diese Ausrichtung ist das Einstellen von Objekten kaum möglich.
  • Die Feinbewegungen, meist als biegsame Wellen realisiert, ermöglichen ein wackelfreies Nachführen auch bei höheren Vergrößerungen.
  • Bei den meisten Montierungen kann ein Motor für die Rektaszensionsachse nachgerüstet werden, der die Nachführung automatisiert.

Zubehör

  • Die lange Brennweite führt dazu, dass bereits mittlere Okularbrennweiten hohe Vergrößerungen ergeben. Kürzere Brennweiten als 7mm sind unsinnig, ebenso Verlängerungsmittel wie Barlowlinsen. Gleichzeitig werden kleine Vergrößerungen mit den mitgelieferten Okularen übergangen. Ein Okular mit 40mm Brennweite sollte deshalb unbedingt dazugekauft werden.
  • Ein Zenitprisma gehört zum Standard-Lieferumfang, es erschwert die Orientierung aufgrund des gespiegelten Bildes jedoch sehr. Viel sinnvoller ist ein Amiciprisma, weil es das Bild nicht spiegelt und gleichzeitig die Umkehrlinse überflüssig macht.

Leistung:

  • Mond und Planeten: Ist die Montierung gut ausgerichtet und nicht zu wackelig, kann bis 140× vergrößert werden. Das bringt nicht nur viele Feinheiten auf dem Mond, sondern auch die Cassini-Teilung im Saturnring zum Vorschein. Mit Mühe und viel Geduld sind Flecken in den Jupiterbändern und dunkle Gebiete auf Mars zu sehen.
  • Deep-Sky: Viele Sternhaufen sind unter dunklem Himmel zu sehen, die Leistung bei Nebeln und Galaxien ist begrenzt. Große Objekte kommen nur mit dem zusätzlichen 40mm-Okular zur Geltung.
  • Fotografie: Wenn überhaupt lassen sich nur leichte Kameras anbringen. Längere Belichtungszeiten sind nicht möglich. Eine motorische Nachführung erleichtert die Handhabung, weil das Fernrohr nicht mehr angefasst werden muss und dadurch Verwacklungen vermieden werden.
 
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