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  Azimutale Montierung  
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Die drei typischen im Einsteigerbereich verwendeten azimutalen Montierungen aus chinesischer Fertigung: AZ-1 (oben), AZ-2 (Mitte), AZ-3 (unten).

Dies ist die einfachere Art, ein Fernrohr aufzustellen. Die azimutale Montierung orientiert sich an der Horizontebene: Eine Achse lässt die Himmelsrichtung verstellen (Azimut), die andere die Höhe über dem Horizont (Altitude). Diese Bewegungen lassen sich intuitiv vornehmen.

Um einem astronomischen Objekt am Himmel zu folgen, müssen aber beide Achsen der Montierung bewegt werden. Schuld daran ist die Erddrehung, dadurch wandern Mond, Planeten und Sterne ständig aus dem Blickfeld. Um ihnen zu folgen, muss die Montierung jeweils etwas nach rechts und gleichzeitig nach oben bewegt werden. Bei höheren Teleskopvergrößerungen ist das je nach Bauart der Montierung sehr schwierig. Die einfachste Bauart der azimutalen Montierung ist der von Fotostativen bekannte Neiger. Er besitzt einen Griff, mit dem die Montierung bewegt wird. Die beiden Achsen lassen sich mit Klemmschrauben feststellen oder sind über Rutschkupplungen stufenlos einstellbar. Die Nachführung astronomischer Objekte ist mit einem Neiger nur bei niedrigen Vergrößerungen bis etwa 50× möglich.

Die meisten azimutalen Montierungen für kleine Teleskope sind als Gabelmontierungen realisiert. Dabei hängt das Teleskoprohr in der Azimutachse, die Höhenachse läuft quer durch den Teleskoptubus. An der Azimutachse gibt es eine Klemmschraube, ebenso an der Höhenachse. Hier ist bei den meisten Modellen eine Feinbewegung in Form eines Metallstabes mit Drehspindel integriert. Für die Nachführung astronomischer Objekte ist das jedoch nur bedingt nützlich, Vergrößerungen von mehr als 80× lassen sich nicht genau nachführen.

 
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